Bei strahlendem Wetter trafen sich am Samstag Nachmittag 35 Teilnehmende am letzten Tag des Stadtradelns: Radeln zu den Stätten der Geschichte der Arbeit, des Lebens, der Traditionen und der Kultur der Bergleute und ihrer Familien in Neukirchen- Vluyn.

Kompetent, lebendig und auch launisch informierte Elisabeth Wannenmacher als Fraktionsvorsitzende von NV AUF geht’s die bunt gemischte Truppe am Eisernen Bergmann.
Stationen waren die Situation der Südostfläche mit dem Backstein-Dreiklang und den beiden Zechentürmen als Wahrzeichen. Der Weddigenplatz, die gute Stube der Alten Kolonie oder auch an der Seilscheibe der Platz der Mahnwache gegen die Zechenstilllegungen.
Neben den generellen Informationen für Neubürger hatte sie auch noch Überraschungen für altgediente Kumpels parat. So z.B., dass über das Zentrale Schalthaus (Bild) bei der Einweihung die Neue Ruhrzeitung 1953 schrieb: „Man kommt sich wie in einem neuen Hotel vor, in dem man von einem großen Flur in die einzelnen Zimmer gelangt.“ Wegen de mangelnden Sicherung des Gebäudes durch die RAG finden Investoren heute nur noch eine Ruine vor (Bild).

Auch der Grund für die Zusammenlegung von Neukirchen und Vluyn zur Stadt 1928 hat mit der Kohle zu tun. Mit der Erbauung der Neuen Kolonie auf dem Grund der Gemeinde Vluyn wurde der Bau einer neuen Schule notwendig. Der Bau der Diesterwegschule konnte von Vluyn allein nicht gestemmt werden. .
Die Tour hielt dann auch für Sportradler noch ungekannte Wege bereit: vorbei an der Halde Norddeutschland nach Hochkamer, Bloemersheim und Hoschenhof zurück zur DickschenHeide sowie für einen Teil der Gruppe schlug mit dem Bogen zu Schacht 4 in Tönisberg. In geselliger Runde gab es im Biergarten viel zu erzählen und alle waren sie einig. Wir treffen uns im nächsten Jahr wieder. Dann allerdings in Gruppen zu jeweils 15 um besser agieren zu können. Insgesamt 725 km konnten wir zu Stadtergebnis beisteuern.
Glückauf!




